Corpus Delicti – Ein Prozess (Juli Zeh)

Genre: Dystopie
Sprache (gelesen): Deutsch
Sprache (original): Deutsch
Lesezeitraum: 15.09.2014 – 21.09.2014

Kurzbeschreibung:

Jung, attraktiv, begabt und unabhängig: Das ist Mia Holl, eine Frau von dreißig Jahren, die sich vor einem Schwurgericht verantworten muss. Zur Last gelegt wird ihr ein Zuviel an Liebe (zu ihrem Bruder), ein Zuviel an Verstand (sie denkt naturwissenschaftlich) und ein Übermaß an geistiger Unabhängigkeit. In einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Körper alle geistigen Werte verdrängt hat, reicht diese Innenausstattung aus, um als gefährliches Subjekt eingestuft zu werden. Mia Holl will beweisen, dass ihr Bruder, verurteilt wegen einer angeblichen Vergewaltigung, unschuldig ist. Sie gerät also in Stellung gegen das System, hier „Methode“ genannt, auch aus Liebe zu ihrem Bruder, der sich das Leben nahm.

Meine Meinung zu dem Buch:

Corpus Delicti ist ein relativ kurzes Buch. Es lässt sich schnell und flüssig lesen und wirft dabei die moralische Frage auf, wie viel Kontrolle man einem Staat zugestehen sollte. Man bekommt einen Eindruck von der Welt in der die Protagonistin lebt vermittelt, ohne das diese gezielt beschrieben wird; man kann sich dadurch gut in sie hineinversetzen. Alles in allem hat mir das Buch und besonders das Thema gut gefallen, es war jedoch für meinen Geschmack etwas zu kurz.

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