Der Report der Magd (Margaret Atwood)

Genre: Dystopie
Sprache (gelesen): englisch
Sprache (original): englisch
Originaltitel: The Handmaid’s Tale
Lesezeitraum: 12.12.2014 – 19.01.2015

Kurzbeschreibung:

Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Dienerin Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben…

Meine Meinung zu dem Buch:

Zugegebenermaßen war ich zunächst mit dem Schreibstil etwas überfordert. Ich finde die Sprache wirkt etwas altbacken (was sicherlich zum großen Teil daran liegt, dass das Buch 1985 geschrieben wurde) und dadurch – zumindest für jemanden wir mich, für die Englisch nicht die Muttersprache ist – recht kompliziert. Teilweise konnte ich mich jedoch reinlesen, sprich am Ende war es nicht mehr ganz so kompliziert und anstrengend für mich. Die Story hat die Mühe auf jeden Fall entlohnt, sie hat mir ausgesprochen gut gefallen. Man braucht eine Weile, bis man versteht, um was genau es geht. Das macht das Buch in meinen Augen etwas spannender. Nach und nach werden die Umstände enthüllt in denen sich die Protagonistin befindet und auch die Entstehungsgeschichte des Systems, in dem die Geschichte spielt wird beschrieben und zwar realistisch und nachvollziehbar. Abgesehen vom Sprachstil merkt man dem Buch nicht an, dass es bereits 30 Jahre alt ist.
Wolfgang Pollanz sagte über das Buch „Das wahrlich Erschreckende an dem Roman ist, dass alles, was in der zukünftigen Gesellschaft, die dort beschrieben wird, geschieht, nichts Neues ist – alle Taten sind irgendwann schon einmal begangen worden, die Autorin hat nur die Zeit, den Schauplatz und einige Details geändert, und alles in einen neuen Kontext gestellt.“ Dem kann ich mich anschließen und diese Tatsache lässt die Geschichte auch so realistisch und nicht weit hergeholt wirken.